Augenprobleme beim Hund erkennen | Die Hamburger Tierärzte | Florian Grosser

Hundeauge nach dem schmerzlosen Anfärben mit Fluorescein zur Erkennung von Hornhautdefekten.In diesem Fall handelt es sich um einen sogenannten "SCCED" (oberflächlicher Hornhautdefekt)

Die häufigsten Augenprobleme beim Hund

Als Tierarzt in Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Ophthalmologie sehe ich in der Praxis fast täglich Hunde, deren Besitzer sich Sorgen um ihre Augen machen. Augenprobleme entwickeln sich oft schleichend und werden erst spät bemerkt. Hier stelle ich die Erkrankungen vor, die mir am häufigsten begegnen.

 

Bindehautentzündung

Die Konjunktivitis ist mit Abstand die häufigste Augenerkrankung beim Hund. Gerötete, tränende oder verklebte Augen sind meist die ersten Anzeichen. Die Ursachen reichen von Fremdkörpern über Allergien bis hin zu bakteriellen Infektionen. Meist helfen die richtigen Augentropfen, aber vorher muss die Ursache genau abgeklärt werden, sonst behandelt man am Symptom vorbei.

 

"Grauer Star" - Katarakt

Der graue Star, medizinisch Katarakt genannt, betrifft vor allem ältere Hunde, kann aber auch als Folge von Diabetes oder erblich bedingt schon früh auftreten. Die Linse trübt sich zunehmend ein, was das Sehvermögen einschränkt und im fortgeschrittenen Stadium zur Erblindung führen kann. Eine Operation kann in vielen Fällen das Augenlicht wiederherstellen, deshalb lohnt sich eine frühzeitige Untersuchung.

 

"Grüner Star" - Glaukom

Beim "grünen Star", dem Glaukom, steigt der Augeninnendruck stark an. Ohne Behandlung kann das innerhalb von 24 bis 48 Stunden zu bleibenden Schäden am Sehnerv und zur Erblindung führen, deshalb zählt dieser Fall zu den echten Notfällen in der Augenheilkunde. Anzeichen sind ein gerötetes, schmerzhaftes Auge und manchmal eine sichtbar vergrößerte Pupille.

 

Trockenes Auge

Die sogenannte Keratoconjunctivitis sicca (KCS) entsteht, wenn die Tränenproduktion nicht mehr ausreicht. Betroffene Hunde haben oft einen zähen, schleimigen Ausfluss und reiben sich häufig die Augen. Unbehandelt kann die Hornhaut dauerhaft geschädigt werden. Mit einer passenden Langzeittherapie lässt sich das trockene Auge in der Regel gut kontrollieren.

 

Entropium und Ektropium - "Rolllied"

Bei manchen Rassen liegt eine anatomische Veranlagung vor, bei der sich das Augenlid nach innen oder außen rollt. Das führt zu ständiger Reizung, da entweder Fell oder Wimpern auf der Hornhaut reiben oder das Auge nicht mehr richtig geschützt ist. Häufig hilft hier nur eine kleine chirurgische Korrektur.

 

Was Hundehalter tun können

Wer bei seinem Hund häufiges Blinzeln, Rötungen, vermehrten Tränenfluss oder eine Trübung bemerkt, sollte das zeitnah abklären lassen. Viele Augenerkrankungen lassen sich gut behandeln, wenn man früh genug reagiert. Meistens zeigt sich schon in der ersten Untersuchung, worum es sich handelt und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

Buchen Sie gerne direkt online einen Untersuchungstermin bei mir oder rufen Sie in dringenden Fällen bei uns an.

Florian Grosser, Tierarzt in Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Ophthalmologie

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